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(m)eine Geschichte - ein Anfang

Plötzlich war er da, der Sog, die Kraft die mein ganzes Leben veränderte. Ich verlor im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand. „Was ist, wenn ich jetzt einfach nicht in den Flieger steige und hier in Afrika bleibe?“ Das ein Gedanke am Abflugtag nach meiner drei wöchigen Spuren-Suche-Reise mit meinem (Ex)Mann. Ich, die immer schon zwei Tage vor meiner Heimreise aus irgendwo überlegte, was als nächstes kommt, was ich wann wie mache und alles fein säuberlich in X-verschiedenen Heftchen und Büchlein mit schön gestalteten To-do-Listen festhielt. Ich, die immer wieder am liebsten zurück in mein Haus und zu meinem Garten (auch wenn beides in gewissen Zeiten auch unser war und ist, fühlt es sich für mich als mein und mir an) kehrte und meine Arbeit über alles liebte und das Gefühl hatte, ich hätte den coolsten Job, den ich über mein Pensionsalter ausüben werde, weil ich all meine Kreativität darin ausleben konnte – aber zu welchem Preis? Das wurde mir erst viel, viel später bewusst, als ich mich auf und davon machte und alles Bisherige hinter mir liess. Zumindest meinte ich das, denn ich liess alles was mir so wichtig war: Mein Haus, mein Garten und meinen Job zurück. Mich und viel zu viel Ballast im Gepäck nahm ich mit.

Heute ziemlich genau 4 Jahre später stand ich in den fast gleichen Kleidern wieder am Bahnhof Uster, von wo aus meine Reise damals begann. Doch diesmal mit einem kleinen Rucksack, den wichtigsten kleinen Habseligkeiten am Rücken und nicht mit drei schweren unhandlichen und prall gefüllten Gepäckstücken bei denen allen die Gefahr bestand, dass die Reissverschlussnaht sich sprengte. Wie damals, bin ich heute wieder unterwegs auf den Spuren meines Herzens und im Auftrag meiner Seele, die mich in die Natur und Stille führt – diesmal. Doch zuerst nochmals zurück an den Anfang meiner Geschichte, die nicht bei meiner Geburt in Mutters Leib beginnt, sondern am Tag X wo ich mich selbst neu gebar und meinen eigenen Weg und nicht den Weg der andere für mich sahen, beschritt.

Kleine Wege hiess meine Fachstelle, die ich erfolgreich führte und in der ich vielen Menschen zu mehr Leichtigkeit und Entlastung für ein paar Stunden verhelfen konnte. Verständnis für die Situation, Wissen um die Andersartigkeit und das Gefühl vom ausgeschlossen sein und zu einer Randgruppe zu gehören, waren Gemeinsamkeiten mit meiner Kundschaft, die mich so authentisch wirken liessen und mir die Kraft gaben, emphatisch und mit dem Blick nach vorne in die Normalität und heutige Gesellschaftigkeit, die Bedürfnisse und Wünsche der anderen, zu erfüllen. Da stehen, mich zeigen und einsetzen für das was die kranken Seelenanteile sich wünschten verleite mir unendliche Kraft und Genugtuung für alles was mir widerfahren ist und was ich in mir als kranke Seelenanteile mitnahm um sie in Erlösung zu bringen und das gab mir das Gefühl der Heilung, der Anerkennung, der Bewunderung. Alles Eigenschaften nach dem jedes gebrochene Herz lechzt um gesehen zu werden, damit man es anerkennt und so transformieren kann. Ich wusste das alles nicht, ich badete in meinem eigenen Defizit und heilte mich insofern, dass ich einen glücklichen Alltag verbrachte, den aber meinen Körper müde machte und mir ein Leben bescherte, das manchmal nur aus Arbeit und Schlaf bestand. Es zeigte sich kleine Symptome. Richtig krank war ich nie  - ausser einmal, als meine Mutter auf energetischer Ebene ein Thema mit der Saniosakral Therapie löste – überkam mich damals aus heiterem Himmel die Gürtelrose. Grässliche Schmerzen und ein aus dem Alltag geworfener Zustand überraschte mich. Ich reflektierte damals schon jede Krankheit und war so seit meiner Jugend immer wieder auch auf dem Weg meines Herzens unterwegs, weil ich ein Schnuppen oder Husten nicht einfach hinnahm, sondern mich fragte, was haben diese Symptome mit meinem Alltag, nicht aber mit meinem Leben, zu tun und ich immer wieder die Erfahrung machte, dass wenn mir ein Zusammenhang bewusst wurde, es mir sofort wieder besser ging und es war für mich keine Frage, dass eine Krankheit oder ein Umfall einfach so da ist, sondern immer ein Signal unseres Körpers uns mit unseren Themen in Verbindung zu setzen und eine Möglichkeit, dem Herzensweg auf die Spur zu kommen. Da ich davon ausging, dass ich mich in meinem Leben so bewegte wie Gott es für mich vorgesehen hatte, fragte ich mich nie, was könnte es für ein Zeichen sein, etwas in meinem Leben zu verändern...

In der Zwischnzeit bin ich aus dem Zug ausgestiegen und wechselte in Balsthal meine Reiseroute in den Bus nach Matzendorf Brunnrsberg und stieg beim Alpenblick aus. Ich sitze nun auf der Anhöhe und schaue ins Land. Meine Heimat, mein Dasein fühlt sich hier geborgen. Ich wollte zuerst von Laupersdorf her laufen. Planänderung, Reiseroutenänderung. Das erlebte ich schon öfters, seit ich meinem Herzen folge. Im Kleinen wie im Grossen. Jedes Mal habe ich das Gefühl, jetzt bin ich auf der Strasse wo es kein Zurück mehr gibt und es gradlinig vorwärts geht. Doch das wird nie eintreffen. Die Seele kennt keine geraden Strassen. Wege und Umwege. Wir haben immer die freie Entscheidung und können so ganz viele Erfahrungen mit in ein nächstes Leben nehmen. Und wir nehmen genau so viel mit, wie wir brauchen um eines Tages im Licht uns wieder zu finden. Egal wie ich mich wo entscheide. In diesem Moment ist es richtig und wichtig für mich, dass ich diese Erfahrung mache. Egal warum und aus welchem Grund. Das muss ich hier auf Erden auch gar nicht wissen. Dafür nehme ich mir Zeit, wenn ich die Welt verlasse und mich in den Zwischenwelten reflektiere, neu vorbereite auf meine nächste grosse Erfahrung auf irgend einem Planeten. Ich bin überzeugt, dass wir nicht nur auf der Erde unterschiedliche Erfahrungen sammeln, sondern auch als Sternen und Lichtkinder in verschiedenen Galaxien, Zeiten und Epochen. Hier ist für mich eine Zeitreise möglich. Raum und Zeit sind eins. Das bedeutet es für mich. Avalon war und Avalon ist.

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