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kochen und essen

Ein lauer Wind streift meine Wange. Ich sitze am Wasser und das T-Shirt im Achselhöhlenbereich fühlt sich klebrig an. Ich drücke die Arme eng an meinen Körper. Niemand soll den Schweissflecken sehen und den Gestank riechen. Stinkt es? Nein, sagt meine Nase, nachdem ich kurz beide Arme nacheinander hob und den sensiblen Bereich beschnupperte. Schweiss stinkt nur, wenn wir uns nicht richtig ernähren. Ansonsten ist unsere Ausdünstung neutral. Und was ist die richtige, gesunde Ernährung? Die Meinungen gehen diametral auseinander. Ich befasse mich gerade mit Rohkost und der Wildkräuterernährung. Die Ursprünglichste Ernährung von uns Menschen, lange bevor das Jagen und Sammeln begonnen hat und der Mensch das Feuer als Kochherd entdeckte, ass man nur was roh zu essen war. Die Wildtiere machen es noch heute so und sind gesund. Sie brauchen keinen Zahnarzt und keinen Doktor. Spannender Vergleich! Wenn ich nicht so gerne kochen würde, könnte ich wohl schnell umstellen. Doch ich liebe es dem Brutzeln in der Pfanne zuzuhören und den würzigen Duft in der Nase zu spüren, wenn das Gemüse langsam heiss wird. Ein weiterer Höhepunkt schenkt mir Carlotta und das sonnige Wetter, wenn ich bei offener Tür während des Kochens in die Weite blicken kann - über Wiesen, Felder, Auen, Wälder und stilles oder sprudelndes Wasser.

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